AtemYoga – Pranayama

Mit Atemwegserkrankungen fällt es schwer sich körperlich zu betätigen. Betroffene sind oft gehemmt sich zu bewegen, dabei können kleine Atemübungen aus dem Yoga – Pranayama – spürbare Verbesserungen erzielen:

Yoga – eine kurze Begriffsklärung:


Yoga bedeutet in Sanskrit „Einheit“, aber auch „Anspannen“. Es ist eine aus Indien stammende philosophische Lehre und umfasst eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen, die – neben ihrer meditativen Wirkung – vor allem Verspannungen lösen, die Beweglichkeit fördern und Kraft aufbauen sollen. Yoga vereint – vorwiegend als Entspannungstechnik bezeichnet – zu aller erst bestimmte Gymnastikübungen mit meditativer Entspannung und spezieller Atemtechnik.
Yoga eignet sich für Jedermann – der perfekte Sport:
Die Übungen können jederzeit auf deine individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Ziel ist es dabei mehr Balance zwischen innerem und äußerem Empfinden zu schaffen. Innere und äußere Ausgeglichenheit sorgen somit für Optimierung deiner eigenen Energieressourcen, können zur Verbesserung deine Haltung, deiner Atmung und deiner körperlichen Leistungsfähigkeit führen.

Atemtechniken im Yoga
Pranayama – Atemtechniken aus dem Yoga

Prana wird in der Yogalehre als „Lebensenergie“ & Ayama als „erweitern – kontrollieren“ übersetzt. Also steht beides sinnbildlich für „die Kontrolle der Lebensenergie“. Pranayama Atemübungen dienen der Harmonisierung auf physischer & psychischer Körperebene. Die physische Energie steht hierbei für einen vitalen & gesunden Körper. Die physische Energie steht für Willenskraft & Ausstrahlung. Fokussierung auf das Wesentliche im Hier & Jetzt. Ein wichtiger Aspekt ist die Bewegung des Prana`s durch unsere Atmung & eine gesunde Ernährung. Pranayama Atemübungen werden am besten morgens nach den Asanas durchgeführt oder abends vor dem Zubettgehen. Eine Überanstrengung sollte vermieden werden.

Die volle Yoga – Atmung:

Die volle Yoga – Atmung besteht aus Bauchatmung, Brust – & Schlüsselbeinatmung. Die Yogaatmung erfolgt nur durch die Nase – rhythmisch & wellenartig. Das Verhältnis 2 (Einatmung) : 4 (Ausatmung) : 1 (Atempause) wird angestrebt.

  • Bauchatmung:
  • Spüre mit deinen Händen auf dem Bauch, wie sich deine Bauchdecke hebt & senkt
  • Lege die Arme um den unteren Brustkorb & versuche noch intensiver in den Bauch zu atmen
  • Brustatmung:
  • Spüre mit deinen Händen wie sich dein Brustkorb & deine Flanken heben & senken
  • Atme vollständig aus & atme nur in den Brustbereich
  • Lege eine Hand auf den Bauch & die andere auf deine Brust, spüre die Atemwelle
  • Schlüsselbeinatmung:
  • Lege die Fingerspitzen unterhalb deiner Schlüsselbeine & spüre dort deine Atmung nach der Bauch- & Brustatmung
  • Lasse deine Schultern entspannt
  • Wechselatmung – Nadi Shodhana:
  • Die Wechselatmung erfolgt in aufrechter Sitzhaltung. Sie wirkt beruhigend & reduziert Stress.
  • Der Daumen & der Ringfinger/kleiner Finger der rechten Hand dienen dazu, die Nasenlöcher im Wechsel zuzuhalten.
  • Schließe das rechte Nasenloch mit dem Daumen & atme ruhig 6-12x durch das linke Nasenloch aus & ein
  • Wiederhole dasselbe auf der anderen Seite
  • Danach atme durch beide Nasenwege bewusst 6-10x bis in die volle Yogaatmung ein & aus
  • Atme nun 6-10x im Wechsel zwischen rechter & linker Seite ein & aus
  • Danach atme wieder bis zur vollen Yogaatmung 6-10x

Ujjayi – Pranayama

Ujjayi ist der Atem mit Meeresrauschen. Die Kehle bzw. Stimmritze wird leicht verschlossen. Diese Atemtechnik kann in jeder Position durchgeführt werden & somit zur intensiven Nutzung der Asanas genutzt werden.

  • Atme gleichmäßig durch die Nase aus & ein & fokussiere dich auf deine Kehle – das Kinn ist dabei leicht nach Innen gebracht
  • Durch das Engstellen der Kehle vertieft sich dein Atem & wird dir bewusster
  • Ein Reibelaut bzw. Meeresrauschen wird automatisch erzeugt, obwohl dein Mund geschlossen bleibt

Yogaübungen verfolgen heute zumeist einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper, Geist und Seele in Einklang bringen soll. Angestrebt wird eine verbesserte Vitalität und gleichzeitig eine Haltung der inneren Gelassenheit. Phasen der Tiefenentspannung, Atemübungen sowie Meditationsübungen helfen Dir durch einen kontrollierten Atem und Fokussierung deiner Konzentration auf Dich selbst deine Atemwahrnehmung zu verbessern. Angestrebt wird eine verbesserte Vitalität und gleichzeitig eine Haltung der inneren Gelassenheit.

https://www.lungeninformationsdienst.de/
Atem und Bewegung, Norbert Faller, SpringerWien NewYork Verlag, 2. auflage 2009

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